Sie begleiten ebenfalls Menschen und fühlen sich am Ende eines Arbeitstages häufig ausgelaugt und energielos? Dann könnte es sein, dass Sie zuviel Verantwortung übernehmen und sich unbemerkt in die Belange Ihrer Patienten oder Klienten verstrickt haben. Körperzentrierte Supervision kann Ihnen zeigen, wie Sie aus Ihrer Arbeit Energie schöpfen, statt sie woanders wieder auftanken zu müssen.
Wenn der Job keine Freude mehr macht
Manchmal fühlen wir uns als Opfer unserer Klienten. Da ist vielleicht der Skeptiker, auf den wir mit Ärger reagieren, der besonders schwierige Fall, der Selbstzweifel in uns auslöst, der hoffnungslose Fall, der Energievampir, das ewige Opfer… die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Das Ergebnis ist immer Drama, inneres und äußeres, das sich im direkten Konflikt mit dem Klienten ausdrücken kann. Dieses zehrt mehr und mehr an den Energiereserven des Helfers, was die Arbeit nicht selten noch schwieriger macht.
Supervision ist dann eine Möglichkeit, über Reflexion blinde Flecken sichtbar zu machen, Verstrickungen aufzudecken und zu lösen und wieder einen fruchtbaren Boden für die Arbeit herzustellen. Es ist offensichtlich, dass der Erfolg dieses Ansatzes direkt mit der Lernbereitschaft des Supervisanden korreliert.
Das »Wie«, die Methoden, die Systeme, sie alle sind Erfindungen des Denkens, daher sind sie begrenzt, daher taugen sie nichts. Wenn Sie das aber verstehen und die Wahrheit erkennen, dass kein System jemals den Geist befreien kann, dann ist die Freiheit augenblicklich da.
— Jiddu Krishnamurti
Aufgaben und Ziele der Supervision
Klassischerweise ist Supervision eine Beratungsmethode, die der Qualitätssicherung beruflicher Arbeit dient und dem Supervisanden die persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. Dabei nimmt der Supervisor die Rolle des Spiegels und des Gegenübers ein, er hat keine lehrende Funktion. Bekannt ist Supervision hauptsächlich im Kontext sozialer Arbeit (im sog. Non-Profit-Bereich), findet aber zunehmend auch im therapeutischen, lehrenden und Managementumfeld Verbreitung. Die Grenze zum Coaching ist unscharf, und es existiert keine allgemein anerkannte Definition.
Mein Verständnis von Supervision umfasst folgende Kernpunkte:
- Deckt Verstrickungen auf
- Ermöglicht dem Supervisanden das Erarbeiten einer Lösung
- Unterstützt 100% Verantwortung. Für viele Helfer ist es eine Herausforderung, auch dem Klienten seine 100% Verantwortung zu überlassen (Stichworte Retterhaltung und Helfersyndrom).
- Hat als Ergebnis (wieder) Freude an der Arbeit. Der Idealzustand ist, dass wir bei der Arbeit Energie gewinnen statt verlieren.
- Ermöglicht volle Authentizität bei der Arbeit. Masken, wie z.B. der distanzierte Professionelle, kosten Energie und sind optional.
- Ist ganzheitlich in zweierlei Hinsicht: 1. keine Trennung des Helfers in Privat- und Berufsperson und 2. sieht den Supervisanden ganzheitlich (Stichwort Körpergeist).
Hierzu sind die Werkzeuge des körperzentrierten Coachings bestens geeignet. Außerdem nutze ich meine besondere Begabung, Details aufzuspüren, die andere Menschen nicht wahrnehmen.
